Olaf Hintze – Tonspur – Wie ich die Welt von gestern verließ

Was Freiheit ist, begreift man erst dann, wenn sie einem fehlt. Olaf Hintze hat während seiner Jugend in der DDR gespürt, was ihm dort gefehlt hat. Und er hatte den Mut, sein Land zu verlassen. Damals war er 25 und die Flucht aus der DDR noch immer mit Lebensgefahr verbunden. Niemand konnte absehen, dass wenige Wochen später die Berliner Mauer fallen würde, nach und nach brüchig gemacht von Menschen wie ihm. Seine Geschichte zeigt, welche Träume im Sommer 1989 auf den vollen Campingplätzen in Ungarn, in den überfüllten bundesdeutschen Botschaften und in den Aufnahmelagern in der Bundesrepublik geträumt wurden, wie Popmusik innerdeutsche Geschichte gemacht hat und wie ein einziges Buch die Kraft hatte, ein ganzes Leben zu verändern.

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Herbert Günther – Zeit der großen Worte

Sarajevo – ein Wort mit einem wunderbar weichen Klang. Der vierzehnjährige Paul schnappt es im Vorübergehen auf. Doch was in seinen Ohren wie eine Zauberformel klingt, kündigt die erste große Katastrophe des 20. Jahrhunderts an. Pauls Alltag ist geprägt von ganz anderen, von pathetisch aufgeladenen Worten, die die Kriegsbegeisterung schüren. Pauls Vater und sein bewunderter großer Bruder melden sich als Freiwillige. „Weihnachten sind wir wieder zu Hause!“ Mit diesen Worten verabschieden sie sich. Doch alles kommt ganz anders als erwartet und Pauls Familie zerbricht fast an diesem Krieg, der sich vier Jahre hinziehen wird. Immer dringlicher wächst in Paul die Frage danach, wie seine Zukunft aussehen wird, danach, was sich hinter den großen Worten verbirgt, und welches seine, Pauls Worte, sein könnten.

 

Rudolf Herfurtner – Magdalena Himmelstürmerin

Jüterbog, 1517. Magdalenas kleine, überschaubare Welt gerät aus den Fugen, als der Vater und auch ihr zärtlich geliebter kleiner Bruder bei einem Bergwerksunglück ums Leben kommen: Statt für einen Arzt gibt die Mutter ihr Geld für Ablassbriefe aus. Als die Mutter die kleine Kate nicht mehr halten kann, wird Magdalena ins ferne Wittenberg zu ihrer Tante Elsbeth geschickt. In Wittenberg trifft sie nicht nur Veit wieder, einen Freund aus Kindertagen, sondern hört auch einen gewissen Doktor Luther predigen, bei dem Veit Theologie studiert. Die Tür zu einer neuen Welt öffnet sich Magdalena. Begierig nimmt sie Luthers Gedanken in sich auf. Sein Aufbruch ermutigt Magdalena, ihr Leben in die Hand zu nehmen – und dadurch bringt sie nicht nur sich selbst in große Gefahr.

Richard Harland – Song of the Slums

Musik-Steampunk
England, 1846 das Dampfmaschinenzeitalter. Auf dem Thron sitzt König Georg IV., die gesellschaftliche Ordnung ist brüchig. Das Land versinkt im Smog. Kriegsgewinnler greifen nach der Macht. Die Slumbewohner sind die Verlierer der Industrialisierung. Doch sie lassen sich nicht unterkriegen. Ihre schärfste Waffe ist die Slumtown-Musik …

Jostein Gaarder – 2084 Noras Welt

Wie es im Jahr 2084 auf der Erde aussieht, wenn wir so weitermachen wie bisher – das erlebt die 16-jährige Nora in ihren Träumen. Sie träumt von ihrer Urenkelin Nova, die ihr in einem Brief ihre Welt schildert: Der Meeresspiegel ist gestiegen, Klimaflüchtlinge ziehen umher, im Norden grasen Kamele, zahlreiche Arten sind ausgestorben. Im wirklichen Leben weiß Nora Bescheid über Ökologie, Klimawandel und Artensterben. Gemeinsam mit ihrem Freund gründet sie eine Initiative, um die Erdatmosphäre zu schützen. 20 Jahre nach „Sofies Welt“ stellt Jostein Gaarder in diesem spannenden Jugendbuch eine der drängendsten Fragen unserer Zeit: Können wir unsere Umwelt und das Klima retten?

Sigrid Zeevaert – Liebe, liebe Fanni

Auf dem Dachboden der alten Mühle, in der sie die Ferien verbringt, findet Nina einen alten, verstaubten Koffer – mit Fotografien, Tagebüchern und Briefen. Nina kommt der Geschichte von Fanni auf die Spur: Fanni, die als 7-jährige während des Zweiten Weltkrieges aus dem kriegsgeschüttelten Köln nach Ostpreußen verschickt wurde und die, würde sie noch leben, Ninas Großmutter sein könnte. Nina ist fasziniert und vor allem tief berührt von Fannis Geschichte und ihrem Leben, das so ganz anders war als Ninas Leben heute. Und der Blick auf die Kriegszeit vor mehr als 60 Jahren verändert ihre Sicht – auf ihr Leben, die Beziehung zu ihrer Mutter, aber vor allem auf sich selbst. Leserinnen werden sich identifizieren mit Ninas Suche nach sich selbst; darüber hinaus bietet das Buch Anlass für Gespräche über die Erfahrungen der Kriegsgeneration.

Corina Bomann – Und morgen am Meer

Milena möchte wenigstens einmal in ihrem Leben das Mittelmeer sehen. Doch zwischen ihr und ihrem Traum steht die Berliner Mauer. Im Sommer 1989 ist in Ostberlin eine Reise in den Süden wie eine Reise zum Mars: unvorstellbar. Doch mit dem Westberliner Claudius scheint plötzlich alles möglich – eine Liebe, eine Flucht, eine Reise ans Meer.