Anna Kuschnarowa – Djihad Paradise

Ein faszinierender und zugleich erschütternder Roman über eine Liebe und ein Leben, die am radikalen religiösen Wahn zerbrechen.
Berlin Alexanderplatz: Julian Engelmann alias Abdel Jabbar Shahid betritt eine Shoppingmall. Er trägt einen Sprengstoffgürtel und ist bereit, sich und all die dreckigen Kuffar (die Ungläubigen) auszulöschen. Da ruft jemand seinen Namen. Julian kennt die Stimme. Er hält inne und erinnert sich. An seine große Liebe Romea, die Zeit vor dem Terrorcamp und warum sich Romea irgendwann von ihm abwandte. Doch Julian ist sich seiner göttlichen Mission sicher. Oder nicht? Für Zweifel ist es längst zu spät …

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Rudolf Herfurtner – Magdalena Himmelstürmerin

Jüterbog, 1517. Magdalenas kleine, überschaubare Welt gerät aus den Fugen, als der Vater und auch ihr zärtlich geliebter kleiner Bruder bei einem Bergwerksunglück ums Leben kommen: Statt für einen Arzt gibt die Mutter ihr Geld für Ablassbriefe aus. Als die Mutter die kleine Kate nicht mehr halten kann, wird Magdalena ins ferne Wittenberg zu ihrer Tante Elsbeth geschickt. In Wittenberg trifft sie nicht nur Veit wieder, einen Freund aus Kindertagen, sondern hört auch einen gewissen Doktor Luther predigen, bei dem Veit Theologie studiert. Die Tür zu einer neuen Welt öffnet sich Magdalena. Begierig nimmt sie Luthers Gedanken in sich auf. Sein Aufbruch ermutigt Magdalena, ihr Leben in die Hand zu nehmen – und dadurch bringt sie nicht nur sich selbst in große Gefahr.

Synne Lea – Leo und das ganze Glück

Das Glück wohnt im Baumhaus – ein poetisches Kinderbuch für die Seele. Zusammen sind sie am glücklichsten: Der zehnjährige Leo, der unter einem verkürzten Bein leidet, und die gleichaltrige unternehmungslustige Mei. Sie befreit ihn, wenn sein Vater ihn abends mal wieder im dunklen Keller eingesperrt hat, und die beiden verbringen ihre Tage gemeinsam in ihrem geheimen Baumhaus. Die Idylle zerbricht, als Leos Vater das Versteck entdeckt. Leos und Meis Freundschaft wird auf eine harte Probe gestellt. Eine Geschichte über die tief berührende Freundschaft zweier Kinder, voller Optimismus, über Liebe, Leid und das große Glück. Ein Buch, das an Guus Kuijers „Das Buch von allen Dingen“ erinnert.

Richard Harland – Song of the Slums

Musik-Steampunk
England, 1846 das Dampfmaschinenzeitalter. Auf dem Thron sitzt König Georg IV., die gesellschaftliche Ordnung ist brüchig. Das Land versinkt im Smog. Kriegsgewinnler greifen nach der Macht. Die Slumbewohner sind die Verlierer der Industrialisierung. Doch sie lassen sich nicht unterkriegen. Ihre schärfste Waffe ist die Slumtown-Musik …

Sophia Bennett – Der Look

Das kann nur ein Perverser sein, bestenfalls ein Verrückter, auf keinen Fall aber ein echter Modelscout! Schließlich hat er nicht Ava, sondern Ted angesprochen und ihr seine Visitenkarte in die Hand gedrückt. Ted, die flache Bohnenstange mit der buschigen Monobraue und der Vogelnestfrisur. Und ausgerechnet sie soll „den Look“ haben? Dabei sieht doch eigentlich ihre Schwester Ava wie ein Filmstar aus. Trotzdem macht Ted einen Termin bei der Modelagentur. Denn Ava besteht darauf – und Ava ist krank. Und Ted würde alles tun, damit Ava sich besser fühlt …

Ursula Dubosarsky – Der kürzeste Tag des Jahres

Um die Liebe seiner Ehefrau zu testen, erfindet der Opernsänger Elkanah ein Engagement in Philadelphia, das die Familie zum Umzug zwingen würde. Während sich der Rest der Familie damit abfindet, hat die Lüge unerwartete Konsequenzen für den sensiblen Samuel, der Australien nicht verlassen möchte. In seiner Not wendet er sich an seinen Großvater Elias. Da dieser als Jude aus Nazideutschland geflohen ist, ist für ihn die Vorstellung einer „Deportation“ furchtbar. Außerdem verbindet ihn eine besondere Beziehung zu seinem Enkel. Elias fasst kurzerhand den Entschluss, Samuel zu entführen und ihn so bei sich zu behalten – eine Entscheidung, die für Samuel beinahe das Todesurteil bedeutet …